Sicherheitstechnik
In unserem Unternehmensbereich Sicherheitstechnik entwickeln, produzieren und vermarkten wir Produkte, Systemlösungen und Dienstleistungen für Personenschutz, Gasmesstechnik und ganzheitliches Gefahrenmanagement. Unsere Kunden sind die Industrie, der Bergbau und öffentliche Auftraggeber wie Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz. Das Portfolio umfasst Systeme zur stationären und mobilen Gasmessung, persönliche Schutzausrüstung, professionelle Tauchtechnik, Alkohol und Drogentestgeräte, verschiedenste Trainings- und Serviceangebote, aber auch Projektgeschäfte wie komplette Brandübungsanlagen.
Branchenentwicklung
Der Bedarf an Produkten der Sicherheitstechnik entwickelte sich 2011 im Einklang mit der weltweiten Wirtschaftsentwicklung insgesamt sehr positiv, auch wenn die Nachfrage in Deutschland in der zweiten Jahreshälfte etwas schwächer als noch im ersten Halbjahr ausfiel. Im übrigen Europa gab es unter anderem infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise ein teilweise gedämpftes Nachfrageverhalten: So haben in Südeuropa sowohl die Auftraggeber der öffentlichen Hand als auch die der Industrie ihre Aufträge eher zurückhaltend vergeben. Die Entwicklung in Amerika fiel regional ebenfalls sehr unterschiedlich aus: Einerseits entwickelte sich der Sicherheitstechnikbedarf sowohl der öffentlichen Haushalte als auch der Industrie in den USA parallel zum schwachen Konjunkturverlauf sehr zurückhaltend. Andererseits konnten verschiedene Industriebereiche in Südamerika robuste Zuwächse verzeichnen. In Asien blieb – mit Ausnahme von Japan – das Wachstum allgemein stark. Auch die Region Sonstige verzeichnete aufgrund einer fortgesetzten Industrialisierung und weiterer Infrastrukturinvestitionen verschiedener Länder eine positive Entwicklung. Insgesamt profitierte Dräger auch im Bereich der Sicherheitstechnik mit einem klar positionierten Produktportfolio von der positiven Entwicklung der Märkte.
Künftige Branchensituation
Für die Märkte der Sicherheitstechnik erwarten wir 2012 eine verhalten positive Entwicklung mit regionalen Unterschieden unter dem Einfluss einer abgeschwächten Weltkonjunktur. So gehen verschiedene Prognosen für Deutschland von Überschattungen durch die Krise im Euro-Raum im ersten Halbjahr 2012 aus. Für die zweite Hälfte geht das DIW jedoch von einem steigenden Wirtschaftswachstum aus, womit im Gesamtjahr eine leicht positive Entwicklung zu erwarten ist. Im übrigen Europa wird die weiterhin angespannte Lage in Südeuropa die Nachfrage voraussichtlich dämpfen, während in anderen Teilen Europas – wie beispielsweise in Skandinavien – eine positive Nachfrageentwicklung erwartet wird. Auch
in Russland wird mit dem bevorstehenden Eintritt in die World Trade Organization (WTO) eine fortgesetzte Dynamik erwartet. Die Region Amerika wird sich dagegen verhalten entwickeln. Ausnahmen werden die Öl- und Gasförderung sowie die Bergbauindustrie sein. So wird für Brasilien zum Beispiel nur eine mäßige Entwicklung gegenüber den starken Vorjahren erwartet. Vor dem Hintergrund einer Absenkung sowohl der Haushaltsmittel aufgrund der steigenden Staatsverschuldung als auch der Beschäftigungszahlen in der Industrie wird in den USA eine gedämpfte Nachfrage erwartet. Für Asien wird nach den starken Vorjahren von einer Beruhigung der Märkte ausgegangen: So wird für China und Indien ein moderateres Wachstum der Märkte erwartet. In einigen kleineren Märkten hingegen wie etwa Thailand oder Vietnam sind branchenspezifische Zuwächse prognostiziert. In der Region Sonstige werden beispielsweise in Südafrika in verschiedenen Branchen Nachfragesteigerungen durch Investitionen für Modernisierungen und Ausweitung der Produktionsmengen erwartet. In Summe erwarten wir für die Märkte der Sicherheitstechnik – unter sich verändernden gesamtwirtschaftlichen Bedingungen – eine solide Entwicklung.